
Wie man verhindert, dass die Heizgeräte im Badezimmer zu einer Gefahr werden
Das Einbauen eines Infrarotheizers im Badezimmer ist etwas völlig anderes als das Platzieren eines solchen Geräts auf einem trockenen Fabrikboden. Im Badezimmer gibt es Dampf, Spritzer sowie eine konstant hohe Feuchtigkeit. Wenn man nicht vorsichtig ist, kann aus diesem „gemütlichen“ Heizer schnell eine echte Gefahr werden.
Um eine ordentliche Isolierung zu gewährleisten, müssen wir auf zwei Dinge achten: die dielektrische Trennschicht sowie die Art und Weise, wie die Anschlüsse versiegelt werden.
Umgang mit Leckagen
Feuchte Luft bildet gerne kleine „Brücken“ auf der Oberfläche des Lampengehäuses. Sobald das passiert, kann der Strom an Orte fließen, an denen er nicht hingehört. Um das zu verhindern, verwenden wir hochwertiges Quarzglas mit speziellen Beschichtungen, die dafür sorgen, dass der Strom genau dorthin fließt, wo er hingehört. Man kann das selbst überprüfen: Nehmen Sie einen Megohmmeter, stellen Sie ihn auf 500 V DC ein und prüfen Sie den Isolationswiderstand. Wenn dieser Wert unter 100 MΩ fällt, muss sofort etwas unternommen werden – die Isolierung ist undicht.
Die Gefahrenzone: Die Anschlüsse
Oft versagen diese Geräte genau an der Stelle, an der die Lampe mit dem Stromkabel verbunden ist. Das ist der schwächste Punkt. Wir beheben das Problem, indem wir luftdichte keramische Isolatoren sowie Silikonkomposite verwenden. Auf diese Weise werden die Anschlüsse vor Feuchtigkeit geschützt. Wenn man versucht, Standard-Sockete ohne wasserdichte Abdeckung zu verwenden, führt das unweigerlich zu Problemen. Deshalb verwenden wir ausschließlich Gehäuse mit IP65-Zertifizierung – sie halten die Verkabelung trocken.
Das Problem der Wärme
Aber es gibt noch ein Problem: Starke Abdichtungen sind zwar sicherheitstechnisch vorteilhaft, doch sie binden die Wärme ein. Wenn man die Lampe in ein dickes Isoliergehäuse packt, wird die Luft um die Anschlüsse extrem heiß. Mit herkömmlichem PVC-Kabel wird das Kabel schmelzen. Man muss daher Hochtemperatur-Silikon oder PTFE als Isolierung verwenden. Das ist die einzige Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Kabel nicht verbrennen, wenn die Luftzirkulation eingeschränkt wird.
Und um Himmels willen: Vergessen Sie nicht die Erdung! Jedes Gehäuse muss mit einer speziellen Erdungsleitung verbunden sein. Falls etwas schiefgeht und die Isolierung versagt, soll der Schalter sofort auslösen. Man möchte auf keinen Fall, dass der Deckengehäuse elektrisch geladen wird.